HÖR.KUNST.FESTIVAL.

EING´STECKT IS!


Das Hörkunstfestival „Eing ́steckt is!“ fand im Jahre 2023 zu Pfingsten erstmals als kleines Pilotprojekt in St. Andrä-Wördern in Niederösterreich statt.

Das jährlich wiederkehrende Festival stellt die Kunst des Hörbarmachens und des Zuhörens in den Mittelpunkt. Es schafft Raum für die künstlerische Vielfalt aller möglichen Hörerlebnisse, z.B. experimentelle Computermusik und traditionelles Liedgut, literarische Vertonungen und Erzählungen von Zeitzeugen, klassische Instrumentarien bis zu modernster Technik für mehrkanalige elektroakustische Kompositionen und Klanginstallationen. 

Es baut Brücken für überraschende Begegnungen, z.B. zwischen Blasmusik, Chören und elektronischen Sound-Künstler*innen, oder zwischen ortsansässigen und auswärtigen Musiker*innen.

Es ist ein Festival für die und mit der Bevölkerung, das den Charakter der Heurigenkultur in sich trägt: Wein und Musik verbindet eine uralte Tradition; die Geselligkeit, Ungezwungenheit und Gemütlichkeit der Heurigenkultur schaffen den passenden Nährboden für das Einander-Zuhören und den Dialog. Mit der Eröffnung eines Festival-Heurigen wird St. Andrä-Wördern auch ein Stück Kulturgeschichte zurückgegeben, das trotz einer Jahrtausende alten Weinbautradition, die auch die Landschaft mit ihren ehemaligen Weingärten geprägt hat, keinen eigenen Heurigen mehr hat.

Das gesamte Gemeindegebiet St. Andrä-Wördern wird zum Schau- und Hörplatz: Genutzt werden nicht nur bekannte Veranstaltungsorte (z.B. Kulturhaus), es können auch zahlreiche neue, überraschende, vergessene und mitunter ungewöhnliche Begegnungsorte für einen begrenzten Zeitraum zugänglich gemacht werden, wie etwa Wohnräume – z.B. in der ehemaligen Villa des „Breitwieser Schani“  (Johann Breitwieser galt als „Robin Hood“ des Wiener Waldes und wohnte bis zu seinem Tod in einer Villa in Wördern) aber auch Garagen, Wiesen, Bauernhöfe.

Das Motto des Festivals widmet sich der dorfeigenen Kulturgeschichte und möchte „vergessene Persönlichkeiten“ wieder in Erinnerung rufen (z.B. durch literarisch-musikalisch Hommagen), „Verschwundenes“ wiederentdecken (z.B. durch die Wiedereröffnung eines Festival-Heurigen in den alten Weinhängen) und „Vernachlässigtes“ wieder schätzen (z.B. durch den Aufbau einer dorfeigenen Ecouthek, einer Sammlung an O- Tondokumenten von Dorf-Bewohner*innen und Zeitzeugen).Das Festival ist damit nicht nur eine musikalische Bereicherung für Niederösterreich und insbesondere die Regionalkultur in St. Andrä-Wördern, sondern trägt auch zur Wiederbelebung eines Stücks Dorfkulturgeschichte bei, über die man sich beim geselligen Heurigen besonders gern erinnert und austauscht. Dadurch wirkt das Festival nicht nur identitätsstiftend, sondern ist auch eine Bereicherung für das Zusammenleben als Dorfgemeinschaft.

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